Über mich


Kennst Du das vielleicht auch?

Gestresst, genervt, frustriert. Ein Gefühl der Ohnmacht. Keine Perspektive.

Du hast das Gefühl, Dein Leben nicht selbst in der Hand zu haben. Du weißt nicht, was Du willst, kannst nicht mit Sicherheit sagen, wofür Du wirklich brennst? Es gibt so viele Möglichkeiten, doch es lähmt Dich, wählen zu müssen. „Kann man alles machen“, aber es ist nie Zeit oder genug Kraft da. Die Tage vergehen und irgendwie ist keine Entwicklung mehr zu spüren.

Willkommen im Club.

Ich hatte mich selbst verloren. Früher war dieses Gefühl nicht so stark, da gab es immer einen nächsten Schritt. Vieles war vorherbestimmt. Schule – Ausbildung/Studium – Job. Irgendwann Rente. Ende. Und was kommt dazwischen?

 

Auf der Suche – Ein bißchen was über mich

 

Vor etwa 4 Jahren begann meine Suche. Bei näherem Hinsehen, wie mein Leben gestaltet war, sah ich immer mehr, dass vieles gar nicht so lief, wie ich es wollte. Ich brauchte unbedingt Sinn in meinem Leben und neue Ziele für mich. Ich spürte eine schon lang andauernde Perspektivlosigkeit. Da war immer dieses Gefühl der Leere und gleichzeitig eine ständige Ungeduld. Wie ein Tiger im Käfig, der an den Gitterstäben hin und her läuft. Ohne Klarheit, was ich eigentlich wollte. Erstmal weg – Fluchtinstinkte tagtäglich.

 

Und so war ich irgendwann ziemlich antriebslos und oft erkältet (im wahrsten Sinne des Wortes „die Nase voll“). Ich spreche nicht von „sich mies fühlen“ – ich meine, dass es sich so richtig scheiße angefühlt hat! Gefangen in der Negativspirale… Und ständig dieses Gefühl von Zwang, noch jahrelang so weitermachen zu müssen. Lebenslänglich.

 

Es gab nur noch den Job, kaum etwas anderes – klar es gab Hobbies und sowas. Da war auch vieles dabei, was Spaß machte – aber doch stets mit angezogener Handbremse! Keine tiefen Emotionen. Kalt. Alles wurde überschattet.

Und dann war irgendwie jedes Jahr gleich, wenige Highlights, alles plätscherte so dahin. Und ich hatte die Nase voll vom Jammern, und Meckern, ewigem Zurückstecken und von Mittelmäßigkeit.

 

Das Leben ist zu kurz und zu kostbar, um es zu verschwenden.

Das haben leider mehrere Todesfälle im Familienkreis eindrucksvoll klar gemacht. Mal kommt es überraschend, mal zieht es sich in die Länge. Da stelle ich mir dann ziemlich viele Fragen… Und der Tod macht da auch vor Kindern nicht halt (mein Neffe starb mit fast 3 Jahren). Sowas prägt, glaub mir! Das ist fast täglich präsent – der Klos im Hals kommt immer wieder zurück.

 

Unsere eigenen Lebensjahre sind ja auch ruckzuck vorbei. Das Leben hängt am seidenen Faden. Und die von vielen Leuten so sehr ersehnte Rente liegt für mich jetzt noch 30 Jahre in der Zukunft. Und mal ehrlich – das soll ein Ziel sein? „Endlich Rentner“? Was soll das bitte? Und wenn es dann so weit ist, fehlt das Geld oder der Körper macht nicht mehr mit. Toll.

Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.

Zitat: Marie von Ebner-Eschenbach

 

Irgendwann stolperte ich über einige Sprüche:
„Create a life you don’t need a vacation from.“
„Find something, that makes you jump out of bed in the morning.“

 

Das klang zu schön, um wahr zu sein für mich. Als ich das gelesen hatte, wollte ich mehr wissen. Soll es so etwas tatsächlich geben? Ein Leben, wo man (fast) alles machen kann, was und wie man will? Ohne sich jeden Morgen aus dem Bett zu quälen?

 

Neue Ziele

 

An sich müsste es ja lauten: überhaupt erstmal eigene Ziele. Und so befasse ich mich nun rund 3 Jahre intensiv mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung, Ziele, Mindset und Erfolgsstreben. Das große Ziel war natürlich, ein erfolgreiches, aber vor allem selbstbestimmtes und freies Leben zu führen. So wollte ich unbedingt eine Schippe drauf legen und „erfolgreicher“ sein. Hatte mir harte Ziele gesetzt, um in 5 Jahren (besser sogar eher) deutliche Veränderungen erreicht zu haben: finanziell besser aufgestellt, unabhängiger sein, breites Wissen haben, und mich für die Zukunft rüsten.

 

Von Nichts kommt nichts. Also hab mich im Job daraufhin stark in die Arbeit gestürzt, um dort eben sichtbar weiter zu kommen. Habe verschiedene Dinge ausprobiert (z.B. Effektivitäts- und Effizienztechniken) und im privaten Bereich auch einiges gemacht (Weiterbildung, kreatives Arbeiten). Mein Englisch wieder auffrischen, eigene Interessen wieder verfolgen. Habe sehr viel gelernt über Investments und Finanzen und viele andere Themen.

 

Aber der Reihe nach, wer schreibt denn hier?

 

Mein Name ist Ben, ich werde bald 39 Jahre alt, bin Angestellter, Ingenieur mit nunmehr 15 Jahren Berufserfahrung, Familienmensch, bin verheiratet und habe einen Sohn. Ich hab ein ganz normales Leben. Von außen betrachtet bin ich sicherlich auch recht erfolgreich. Ich habe im Prinzip alles was ich brauche. Mir fehlt es (fast) an nichts. Und trotzdem will ich mehr vom Leben! Und ich will kein Träumer bleiben. Ich will es auch in die Tat umsetzen! Da ist etwas in mir, das mich antreibt.

Ich mag es sehr, die Systematik hinter den Dingen zu entdecken, und auch systematisch zu arbeiten. So kommt man echt voran! Allerdings verfalle ich manchmal zurück ins kreative Chaos. Das brauche ich dann auch von Zeit zu Zeit. Tut mir so leid wie möglich! 😉

 

Vor kurzem erst habe ich über mich selbst gelernt, dass ich wohl zu den sogenannten Scanner Persönlichkeiten zähle. Scanner, oder auch „Rennaissance Souls“ genannt, haben außergewöhnlich viele Interessen und Talente. So ähnlich wie zum Beispiel Leonardo Da Vinci oder Benjamin Franklin. Scanner wollen sich nicht gern auf ein oder wenige Ziele festlegen, weil sie das zu sehr einschränken würde. Ich wusste nicht mal, dass es so eine Kategorisierung gibt. (Ich mag Kategorien, Schubladen, überhaupt nicht.) Dennoch habe ich das schon länger gespürt, wußte aber nicht so recht damit umzugehen. Auf einmal war mir so einiges klar. Beispielsweise warum ich mich bei meiner Studienwahl sooooo schwer getan hatte. Herausgekommen war dann ein fächerübergreifendes Thema: Umwelttechnik.

 

Diese Erkenntnisse haben mich schon überrascht. Denn als ich mitbekommen hatte, welche Beschreibungen hinter dem Begriff „Scanner“ stehen, musste ich schmunzeln und ich war traurig zugleich. Wäre mir das schon eher klar geworden, hätte ich viel persönliches „Leid“ so nicht erlebt, sondern wäre anders damit umgegangen.

 

So habe ich bisher sehr große Anteile meiner Gefühlswelt stark unter Kontrolle gehalten oder unterdrückt, weil ich es für „nicht angebracht“ hielt. „Das macht man so nicht.“ Mein gesamtes Umfeld (das meine ich völlig wertungsfrei) war schon immer so gewesen, dass man eben diese EINE Sache finden muss und dann für immer so weiter macht – jedenfalls habe ich sowas auch nie hinterfragt. Meine vielen Impulse, ständig mit vollem Enthusiasmus etwas Neues zu starten, habe ich nicht für voll genommen. Immer schön abgetan als Träumerei.

 

Schon bevor ich das herausgefunden hatte, war es mein Ziel, mein Leben vollständig selbst zu bestimmen. Ich wollte halt wirklich das EINE Thema finden, das mich total erfüllt und daraus etwas tolles erschaffen. Mir neben meinem Job etwas eigenes aufbauen, etwas kreatives, was mich langfristig happy macht. Damit hab ich mich auch ziemlich viel befasst. Gefunden hatte ich es weniger: eher jede Menge Zeit und Energie verschwendet. Klar, viel gelernt dabei, aber eben nicht diese EINE Sache. Bis ich dann eben herausfand, dass ich nicht diese EINE Sache finden kann oder muss, um ein erfülltes Leben zu leben. Es ist okay, wenn ein Thema für mich selbst „erledigt“ ist. Wenn ich damit zufrieden bin. Oder sich der gewünschte Effekt eben nicht einstellt.

 

Veränderungen und ein trügerischer neuer Antrieb

 

Diese Veränderungen an sich waren also schon mal die richtige Richtung gewesen. Das sehe ich auch heute noch so. Jedoch waren einige grundlegende Aspekte nicht ausreichend berücksichtigt, wie sich zeigte. Ich ging mit unglaublicher Energie an die Dinge heran. In meinem Job hatte ich auch richtig gute Erfolge. Da hat sich einiges getan, große Dinge wurden geschafft, doch das gewünschte Gefühl von eigenem Erschaffen und Gestalten blieb irgendwie aus. Insgesamt lief es doch ganz anders als erwartet.

 

Ich brannte Stück für Stück so richtig aus. Als würde man eine Kerze an beiden Enden anzünden. Körperliche Beschwerden nahmen zu. Schwindel und bleierne Müdigkeit. Schlafstörungen – die hatte ich ja davor schon jahrelang. Alles war so anstrengend. Vor einiger Zeit wurde dann also bei mir das Burn-Out Syndrom festgestellt. Zum Glück noch rechtzeitig abgesprungen, also noch nicht reif für die Klinik. Ganz ehrlich: Rette sich, wer kann. Soweit muss man es nicht kommen lassen. Besser rechtzeitig abspringen… Man muss es nur bemerken. Und ernst nehmen.

 

Meine Erkenntnis: Es war nicht unbedingt zuviel, was ich mir vorgenommen hatte – zwar fehlte durchaus die Balance bei all dem, aber es war nicht nur das. Ich hatte den falschen Treibstoff getankt! Mein innerer Antrieb war die Wut darüber gewesen, was mir alles gegen den Strich ging, was alles schlecht lief. Es waren nicht die positiven Dinge, die mich angetrieben hatten. Es war die dunkle Seite der Macht. Wut = Angst.

 

Und so zwang ich mich weiter und weiter. Mein eigener Antreiber (die innere Wut) hat so lange die Peitsche geschwungen, bis der Lastgaul keuchend zusammen gebrochen ist. Ich saß also immer noch nicht im Driverseat, obwohl ich das zeitweise geglaubt habe. Ich war eher wie ein Taxifahrer, dem jemand anderes sein Ziel ins Ohr geflüstert hatte.

 

Anstatt mein Leben wirklich selbst zu gestalten, hatte ich mich so einnehmen lassen, dass der ganze neu gewollte Sinn verloren ging. Wozu wollte ich das eigentlich nochmal? Richtig, um frei zu sein, um mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben. Und um die vielen coolen Sachen zu machen. Das gute Leben zu leben, jetzt und hier!

 

Der Denkfehler war anzunehmen, dass ich dazu erstmal Vorbedingungen schaffen müsste, möglichst schnell, um endlich aus meiner verhassten, festgefahrenen Situation raus zu kommen. Tja, wenn man da so tief drin steckt ist das leider nicht so offensichtlich. Dafür gibt es natürlich auch einen Begriff: Fokus-Illusion. Man verbeißt sich so dermaßen in ein Thema, von dem man glaubt, es sei absolut richtig, dass man einfach nicht mehr klar sehen kann.

 

Reset und Perspektivwechsel

 

Nach einigen Wochen wieder aufpeppeln aus dem Burn-Out konnte ich wieder klarer sehen. So kann das nicht laufen, dachte ich. Das Leben ist so kostbar – damit hatte ja eigentlich auch alles angefangen. Nur wie sollte es denn dann laufen?

 

Es muss doch Wege geben, echte, eigene Ziele – also die Dinge, die mir wirklich wichtig sind, zu erreichen, ohne völlig kaputt zu sein, ohne auszubrennen und sich zu verbiegen. Und genau das ist hier die Thematik im Driverseat Projekt.

 

Du musst erst wirklich und wahrhaftig deinen inneren Kern, Deine Werte, freilegen und verstehen – einen inneren Kompass bauen für Dich selbst. Erst dann kannst Du Wurzeln bilden, wachsen und später die Früchte ernten. Und Wachsen und Gedeihen funktioniert nur, wenn die Umgebung passt, die Grundlage stimmt.

 

Sicher, was über Jahre hinweg entstanden ist, schiebt sich nicht einfach so weg. Das braucht seine Zeit. Und nachhaltige positive Veränderung. Und so habe ich – während ich dies hier schreibe – noch immer mit den Folgen zu kämpfen, wenn auch nicht mehr so heftig. Aber meine Meinung dazu ist, dass es nicht funktioniert, indem ich auf langen Spaziergängen darüber nachdenke – eben nicht nur mit dem Kopf agieren… So hat ja alles angefangen. Ich fand, ich sollte Dinge ausprobieren und dabei immer schauen, ob es sich gut anfühlt. Und neue Wege prüfen. Schritt für Schritt weiter kommen!!

 

Also warum starte ich ausgerechnet jetzt diesen Blog?

 

Ein ganzheitlicher Ansatz

 

Wie gesagt, ich will neue Wege ausprobieren und schauen wie es passt. Darum möchte ich das Ganze besser angehen. Richtig Ordnung schaffen. Ein ganzheitliches Lifedesign machen.

 

Meine Überzeugung ist, dass sich nur die einfachen, gut umsetzbaren Dinge langfristig durchsetzen. Und so soll dieses Lifedesign simpel aber maximal effektiv sein. Nur wenn die Richtung stimmt, lohnt sich der Weg. Das Gegenteil davon wäre, mit voller Power loszurennen, aber nie anzukommen, weil man den falschen Weg gewählt hat.

 

Ich denke, dass der bisherige Ansatz für mich selbst zu großen Teilen richtig war. In der Zeit vor dem Burnout habe ich schon so viel gelernt, und auch umgesetzt. Nun dies alles und neue Erkenntnisse in eine gute umsetzbare Struktur zu bringen, das ist mein Ziel hier. Mit Dir lieber Leser möchte ich meine Erkenntnisse, Erfolge und Misserfolge teilen, weil ich schon finde, dass sie für Dich von Wert sein können.

 

Eine zerbrochene Vase wird in Japan an den Bruchstellen mit Gold verziert. Damit die Risse als Verschönerung wirken und zeigen, dass es jetzt stärker ist als vorher. Die Risse zeigen die Erfahrung auf.

 

Dennoch: die für Dich passende Lösung kannst nur Du selbst finden. So etwas muss man sich erarbeiten… da gibt es keine Abkürzung, eher einen notwendigen Umweg. Doch das Beste ist, auf der Extra-Meile ist kein Stau – denn da trauen sich nur wenige hin.

 

Deshalb: Setz Dich jetzt ans Steuer: es ist Dein Leben, dein Ziel, dein Weg. Finde heraus, was Dich antreibt, was Du erreichen willst und welche Wege Du dafür gehen wirst. Plane Deine Reise und fahr los. Mit der Vision im Herzen, dem Ziel im Kopf und der Routenplanung auf Papier.

 

In diesem Sinne, alles Gute,

 

Ben